Welche Tricks erleichtern das Sortieren von Kinderspielzeug?

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 22. Mai 2026 19:34

Spielzeug lässt sich am besten sortieren, wenn jedes Teil eine klare „Heimat“ hat und Ordnungssysteme an den Alltag der Familie angepasst werden. Am wirkungsvollsten sind wenige, gut sichtbare Kategorien, robuste Behälter auf Kinderhöhe und einfache Routinen, die alle mitmachen können.

Kurz erklärt

Welche Tricks erleichtern das Sortieren von Kinderspielzeug?: Unten stehen große, offene Boxen mit Bausteinen und Fahrzeugen, in der Mitte kleinere Kisten für Figuren, Puzzle und Verkleidungen, oben Kartons mit saisonalem und selten genutztem Spielzeug.

Hilfreich ist, wenn Kinder bei der Auswahl von Kisten, Farben und Symbolen mitentscheiden und beim Einräumen kleine, klare Aufgaben bekommen.

Wenn Aufräumen schnell gehen soll, helfen große offene Kisten, Farbcodes, Bilderetiketten und feste Zonen im Kinderzimmer. So finden Kinder selbstständig heraus, wohin Bausteine, Kuscheltiere und Puzzleteile gehören.

Grundprinzipien für dauerhaft sortiertes Spielzeug

Damit Ordnung im Kinderzimmer nicht nach einem Tag wieder zusammenbricht, braucht es ein paar klare Grundideen. Entscheidend ist, dass das System zu eurem Alltag, zur Raumgröße und zum Alter der Kinder passt.

Als Basis helfen drei Fragen: Was wird häufig genutzt, was nur manchmal und was fast nie? Wo bewegen sich die Kinder am meisten? Und wie viel Zeit steht im Alltag realistisch für Aufräumen zur Verfügung? Wer diese Punkte ehrlich beantwortet, kann das Sortiersystem passgenau aufbauen.

Ein bewährter Ansatz besteht darin, Spielzeug in drei Ebenen einzuteilen: ganz unten und gut erreichbar kommen die Alltagssachen wie Bausteine, Puppen oder Autos hin. Mittlere Ebenen sind für Dinge, die mit Unterstützung genutzt werden, etwa Bastelsachen mit Schere. Oben lagern selten genutzte Spiele, Sammlungen oder Sets mit vielen Kleinteilen.

Spielzeug sinnvoll in Kategorien aufteilen

Eine klare Sortierung beginnt mit wenigen, logisch gebildeten Kategorien. Je einfacher die Einteilung, desto leichter wird sie von Kindern verstanden und mitgetragen.

Bewährt haben sich Kategorien wie:

  • Bausteine und Konstruktionsmaterial
  • Fahrzeuge (Autos, Züge, Flugzeuge)
  • Kuscheltiere und Puppen
  • Rollenspiel (Küche, Arztkoffer, Verkleidungen)
  • Basteln und Malen
  • Puzzle und Brettspiele
  • Bücher
  • Draußenspielzeug (Ball, Seil, Straßenkreide)

Für den Alltag reicht es oft, fünf bis sieben solcher Gruppen zu definieren, die immer wieder auftauchen. Lieber eine Kategorie etwas breiter fassen als viele Mini-Schubladen anzulegen, in denen sich keiner mehr zurechtfindet.

Bei sehr kleinteiligen Dingen, etwa Playmobil- oder Lego-Figuren, ist eine grobe Aufteilung nach Typ sinnvoll: Figuren separat, Fahrzeuge separat, Kleinteile wie Waffen oder Zubehör als eigene Untergruppe. Damit bleibt der Überblick erhalten, ohne dass jedes Teil eine eigene Box braucht.

Die richtige Anzahl und Größe von Kisten wählen

Die Größe der Aufbewahrungsbehälter entscheidet darüber, ob Kinder überhaupt motiviert sind, aufzuräumen. Zu große Kisten werden schnell zu Sammelstellen für alles, zu kleine Behälter wirken mühsam und überfordern.

Gut funktioniert eine Mischung aus größeren Boxen für sperrige Dinge und kleineren Kisten für Sets und Kleinteile. Für Bausteine, Duplo oder Schienen eignen sich breite, flache Boxen, damit Kinder Teile schnell finden. Für Figuren, Tiere oder Autos helfen mittlere Boxen, die noch gut tragbar sind.

Praktisch ist, wenn Kisten nur so voll sind, dass noch eine Hand hineinpasst, ohne dass alles überquillt. Sobald eine Box deutlich überfüllt wirkt, sollte entweder aussortiert oder eine zweite Kiste eingeplant werden. Zu volle Behälter führen dazu, dass Kinder die Deckel nicht mehr schließen oder gar nicht erst öffnen.

Kinderfreundliche Beschriftung mit Farben und Bildern

Beschriftungen helfen Kindern dabei, sich zu orientieren, ohne ständig nachfragen zu müssen. Je nach Alter bieten sich Texte, Symbole oder Farbcodes an.

Anleitung
1Alle verstreuten Sachen aus Ecken und unter Möbeln in die Raummitte holen.
2Große Dinge zuerst zurück in ihre Zonen legen (Küche, Garage, Kuscheltierecke).
3Alle Bausteine, Figuren und losen Kleinteile in die passenden Kisten sortieren.
4Zum Schluss eine schnelle Sichtkontrolle: Liegt noch etwas am Boden, das in eine Kiste gehört?

Für jüngere Kinder eignen sich Fotos oder einfache Zeichnungen von typischen Spielzeugen, die in die Box gehören. Ein Foto von Autos auf der Autokiste oder ein Bild von Bausteinen auf der Baukiste macht die Zuordnung intuitiv. Ältere Kinder profitieren zusätzlich von kurzen Beschriftungen wie „Puzzle“ oder „Verkleidung“.

Ein klares Farbsystem verstärkt die Orientierung: Blau für alles mit Wasserbezug, Grün für Natur- und Tierfiguren, Rot für Feuerwehr, Polizei und Rettung, Gelbtöne für Bausteine. Farben lassen sich an Kisten, Etiketten oder Regalböden anbringen, sodass Kinder auf einen Blick sehen, wo etwas hingehört.

Spielzonen im Raum definieren

Der Raum selbst kann helfen, Ordnung zu halten, wenn Zonen nach Spielarten gebildet werden. Eine Leseecke mit Regal und Kissen, eine Bauecke mit Unterlage und Kisten, eine Kreativecke mit Tisch und Stiften: Jede Zone bekommt das passende Material in Reichweite.

Wenn Spielzeug nahe am typischen Nutzungsort aufbewahrt wird, wandern weniger Dinge durchs ganze Zimmer. Bausteine stehen direkt neben dem Spielteppich, die Küche neben der „Kochzone“, Malstifte beim Tisch. Alles, was nur manchmal genutzt wird, kann etwas weiter weg stehen, etwa im Schrank oder im Flurregal.

Es lohnt sich, den Raum kritisch zu betrachten: Wo stapeln sich Dinge immer wieder? Wo stehen Kinder oft im Weg, weil dort eine Kiste geöffnet wird? Kleine Anpassungen bei der Platzierung lösen viele dieser Staus auf.

Einfacher Ablauf für das tägliche Aufräumen

Ein klarer und wiederkehrender Ablauf hilft, dass Ordnung nicht jedes Mal neu ausgehandelt werden muss. Ein kurzer, immer gleicher Ablauf senkt die Hürde und macht das Aufräumen berechenbar.

Bewährt hat sich zum Beispiel diese Reihenfolge:

  1. Alle verstreuten Sachen aus Ecken und unter Möbeln in die Raummitte holen.
  2. Große Dinge zuerst zurück in ihre Zonen legen (Küche, Garage, Kuscheltierecke).
  3. Alle Bausteine, Figuren und losen Kleinteile in die passenden Kisten sortieren.
  4. Zum Schluss eine schnelle Sichtkontrolle: Liegt noch etwas am Boden, das in eine Kiste gehört?

Wer möchte, kann dafür einen kurzen Timer nutzen, etwa fünf oder zehn Minuten, in denen alle mithelfen. Je klarer die Stationen und Kisten beschriftet sind, desto weniger Diskussionen entstehen darüber, wohin etwas kommt.

Strategien gegen Kleinzeug-Chaos

Kleinteile sind meist der größte Störfaktor bei der Spielzeugsortierung. Sie rollen unter Möbel, verschwinden in Schubladen und sprengen schnell jede Ordnung. Mit ein paar gezielten Regeln lässt sich das deutlich eingrenzen.

Eine Möglichkeit ist, alle sehr kleinen Dinge grundsätzlich nur an einem Tisch zu nutzen und dort auch zu lagern. Perlen, Minifiguren, Sammelkarten und ähnliche Teile bekommen feste Dosen oder Boxen, die nur in Begleitung geöffnet werden. Nach dem Spielen werden sie direkt am Tisch sortiert, bevor jemand aufsteht.

Sehr hilfreich sind auch Unterlagen mit leicht erhöhtem Rand, etwa Tabletts oder flexible Matten. Alles, was auf dieser Fläche liegt, wandert nach dem Spielen gesammelt wieder in die passende Box. Dadurch reduziert sich der Aufwand, einzelne Teile vom Boden aufzusammeln.

Bastel- und Kreativmaterial sortieren

Bastelsachen bringen eine eigene Art von Chaos mit: Sie bestehen aus vielen verschiedenen Materialien und werden oft an verschiedenen Orten genutzt. Deshalb ist ein flexibles, aber klares System sinnvoll.

Ein rollbarer Wagen oder ein tragbarer Kasten mit mehreren Fächern eignet sich gut. Oben hinein kommen Stifte, Scheren und Kleber, darunter Papier, Blöcke, Malbücher und Aufkleber. Ganz unten sind selten genutzte Dinge wie Glitzer, Knöpfe oder besondere Papiere gut aufgehoben.

Gefährlichere Gegenstände wie scharfe Scheren, Heißkleber oder Cutter gehören außer Reichweite kleiner Kinder. Sie können in eine verschließbare Box oder ein höheres Schrankfach wandern. So bleiben sie Teil des Systems, ohne ständig Sorge bereiten zu müssen.

Ordnungssysteme für unterschiedliche Altersstufen

Das ideale Sortiersystem hängt stark vom Alter der Kinder ab. Was bei einem Kleinkind gut funktioniert, kann ein Schulkind eher langweilen oder einschränken. Daher lohnt es sich, das System alle ein bis zwei Jahre anzupassen.

Für Kleinkinder sind große, offene Boxen ohne Deckel ideal. Die Aufteilung bleibt grob: eine Kiste für Bausteine, eine für Fahrzeuge, eine für Kuscheltiiere, eine für Bücher in Reichweite. Bilder auf den Kisten reichen als Orientierung aus, Schrift ist noch nicht nötig.

Bei Kindergartenkindern können die Kategorien etwas feiner werden. Puzzle bekommen eine eigene Box, Rollenspielzubehör eine andere, Bastelsachen werden in einem Regal oder Wagen geordnet. Kurze Wortetiketten helfen zusätzlich zu den Bildern und fördern ganz nebenbei das Lesenlernen.

Schulkinder wünschen sich meist mehr Mitbestimmung und gelegentlich Privatsphäre. Hier helfen Systeme mit geschlossenen Boxen, eigenen Fächern oder einem kleinen Schrankteil, der nur für persönliche Schätze reserviert ist. Ordnung funktioniert besser, wenn Kinder an der Einteilung mitarbeiten und erklären dürfen, welche Kategorie sie brauchen.

Spielzeug gezielt rotieren

Spielzeugrotation entlastet jedes Ordnungssystem erheblich. Die Idee besteht darin, nicht alles gleichzeitig im Zimmer zu haben, sondern Teile davon für einige Wochen „pausieren“ zu lassen. Dadurch sinken Reizüberflutung und Unordnung gleichzeitig.

Dafür werden zunächst die Lieblingssachen identifiziert, die immer zugänglich bleiben. Weniger genutztes Spielzeug wird in beschriftete Boxen gepackt und an einem anderen Ort aufbewahrt, zum Beispiel im Keller, auf dem Schrank oder im Abstellraum. Alle paar Wochen wird eine Box getauscht, sodass das Sortiment im Zimmer wechselt.

Beim Wechsel ist ein kurzer Kontrollblick sinnvoll: Was wurde in der Zwischenzeit kaum vermisst? Solche Dinge können fortlaufend aussortiert oder verschenkt werden. Die Gesamtmenge schrumpft langsam, ohne dass es sich für die Kinder nach Verlust anfühlt.

Mit Kindern Absprachen zur Ordnung treffen

Ordnung im Kinderzimmer wird stabiler, wenn Kinder das System verstehen und mitgestalten dürfen. Statt nur Regeln vorzugeben, hilft es, gemeinsam zu überlegen, wo welches Spielzeug stehen soll.

Ein Ansatz besteht darin, mit den Kindern Räume und Kisten einzurichten und sie erklären zu lassen, warum sie welche Ecke für was nutzen wollen. Wer Bausteine direkt am Fensterplatz haben möchte, hat oft gute Gründe dafür. Diese Wünsche lassen sich häufig mit den praktischen Anforderungen an Ordnung verbinden.

Einige wenige Grundregeln reichen: Bevor neue Spielsachen aufgebaut werden, kommt das vorherige Set zurück in seine Box. Puzzle werden nur an einem festen Ort geöffnet. Bastelsachen bleiben am Tisch. Je weniger Regeln, desto besser werden sie eingehalten.

Entscheiden, was bleiben darf

Zu viel Spielzeug lässt jeden Sortierplan scheitern. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig zu prüfen, welche Dinge noch genutzt werden. Das geht Schritt für Schritt, ohne alles an einem Tag erledigen zu müssen.

Hilfreich sind drei klare Stapel oder Boxen: bleibt sicher, kommt weg, „noch unsicher“. Alles, was lange nicht mehr bespielt wurde, beschädigt ist oder mehrfach vorhanden ist, landet zuerst im Bereich „weg“. Dinge, bei denen du zögerst, können in eine neutrale Kiste umziehen, die für einige Monate außer Sicht steht.

Wenn sich in dieser Zeit niemand nach einem bestimmten Spielzeug erkundigt, spricht vieles dafür, dass es gehen kann. Spenden, Weitergeben innerhalb der Familie oder Flohmarktaktionen sorgen dafür, dass die Sachen weiter genutzt werden, anstatt nur Platz zu blockieren.

Typische Stolperfallen beim Sortieren von Spielzeug

Viele Versuche, Ordnung ins Kinderzimmer zu bringen, scheitern an denselben Punkten. Wer diese Stolperfallen kennt, kann sie gezielt umgehen.

Eine häufige Fehlerquelle sind zu komplizierte Systeme. Wenn jede Figurenskategorie eine eigene Schublade bekommt und jede Lego-Farbe separat sortiert wird, funktionieren diese Lösungen nur, solange Erwachsene danebenstehen. Besser ist ein System, das auch an einem hektischen Abend schnell nutzbar bleibt.

Ein zweiter Stolperstein sind instabile oder schlecht zugängliche Behälter. Kisten ganz oben auf dem Schrank, zu schwere Boxen oder scharfe Kanten schrecken Kinder ab. Besser funktionieren robuste Kunstoff- oder Stoffboxen in Reichweite, die ohne Hilfe geöffnet und wieder geschlossen werden können.

Dritter Punkt: fehlende Routinen. Wenn völlig unklar ist, wann aufgeräumt wird, sammelt sich über Tage immer mehr an. Kurze, vorgesehene Aufräumzeiten – etwa vor dem Abendessen oder bevor eine Serie gestartet wird – sorgen für einen natürlichen Rhythmus, ohne dass ständig ermahnt werden muss.

Ordnung im geteilten Kinderzimmer

In einem Zimmer mit mehreren Kindern überschneiden sich Spielwelten und Interessen. Hier braucht das Sortiersystem eine Mischung aus gemeinschaftlichen Zonen und individuellen Bereichen.

Gemeinsame Kategorien wie Bausteine, Puzzle oder Bücher können in der Raummitte oder an einer Wand stehen, die alle gut erreichen. Farben oder Markierungen zeigen, welche Kisten „für alle“ gedacht sind. Persönliche Dinge wie Kuscheltiere, besondere Sammlungen oder Tagebücher bekommen hingegen eigene Plätze, etwa Schubladen, Körbe oder Fächer in unterschiedlichen Farben.

Konflikte lassen sich verringern, wenn jedes Kind beim Einrichten seines Bereichs mitreden darf. Eine überschaubare Begrenzung der persönlichen Fächer verhindert, dass sich Unmengen an Kleinkram ansammeln, der nur selten genutzt wird.

Spielzeug außerhalb des Kinderzimmers bändigen

Viele Familien leben damit, dass Spielsachen sich bis ins Wohnzimmer, Bad oder Auto ausbreiten. Völlig verbieten lässt sich das selten, doch es gibt Wege, die Verteilung steuerbar zu halten.

Im Wohnzimmer hilft ein fester Korb oder eine Kiste, in der alle Dinge gesammelt werden, die tagsüber genutzt werden dürfen. Abends wandert diese Kiste gemeinsam ins Kinderzimmer, wo die Inhalte wieder in die eigentlichen Kategorien einsortiert werden. So bleibt der Wohnbereich halbwegs frei, ohne das Spielen einzuschränken.

Für das Auto eignet sich eine kleine, schmale Box mit ausgewählten Spielsachen für unterwegs: ein paar Bücher, ein Malblock, einige Figuren. Alles andere bleibt im Haus, damit die Anzahl der Dinge im Fahrzeug überschaubar bleibt.

Beispiele aus dem Familienalltag

In einer Familie mit zwei Kindern und wenig Stauraum im Kinderzimmer wurde ein einfaches Regal mit Kisten eingerichtet. Unten stehen große, offene Boxen mit Bausteinen und Fahrzeugen, in der Mitte kleinere Kisten für Figuren, Puzzle und Verkleidungen, oben Kartons mit saisonalem und selten genutztem Spielzeug. Durch Bildetiketten an allen Behältern finden die Kinder auch nach Wochen noch sicher die gesuchten Sachen.

In einer anderen Familie liegt der Fokus auf Basteln und Kreativität. Statt überall verstreuten Stiften und Papieren gibt es nun einen Rollwagen mit farblich sortierten Stiften, Papieren und Werkzeugen. Der Wagen steht normalerweise in einer Zimmerecke und wird bei Bedarf an den Esstisch gerollt. Nach dem Basteln wandern alle Materialien direkt in die passenden Fächer zurück, bevor der Wagen wieder geparkt wird.

Eine dritte Familie nutzt konsequent Rotation, um Überfüllung zu vermeiden. Nur eine begrenzte Anzahl an Spielsachen bleibt sichtbar, der Rest ruht in großen, beschrifteten Boxen im Abstellraum. Jeden Monat wählt das Kind zusammen mit den Eltern eine neue Box aus, die ins Zimmer einzieht, während eine andere zurückgestellt wird. Dadurch bleibt der Reiz erhalten und die Sortierung fällt leichter.

Aufräumen spielerisch gestalten

Ordnung entsteht schneller, wenn sie sich weniger nach Pflicht anfühlt. Durch kleine Spielelemente können Kinder motiviert werden, aktiv mitzumachen.

Ein Timer, der fünf Minuten herunterzählt, kann als „Aufräumrennen“ genutzt werden, bei dem alle versuchen, in der Zeit möglichst viele Dinge in die richtige Kiste zu bringen. Eine andere Variante ist, dass jedes Kind eine bestimmte Kategorie „betreut“, etwa die Fahrzeugkiste oder die Kuscheltierzone. Nach dem Spielen überprüft es seine Kategorie und sorgt dafür, dass dort alles vollständig ist.

Manche Familien nutzen einfache Punkte- oder Steinchen-Systeme, bei denen Kinder für eigenständig aufgeräumte Spielbereiche kleine Symbole sammeln. Diese können später gegen Vorlesezeit, ein Spiel oder eine gemeinsame Aktivität eingelöst werden. Wichtig ist, dass solche Systeme unterstützend wirken und nicht zusätzlichen Druck erzeugen.

FAQ: Häufige Fragen zum Sortieren von Kinderspielzeug

Wie viele Spielzeugkategorien sind im Alltag noch gut handhabbar?

Für die meisten Familien reichen fünf bis acht überschaubare Gruppen, damit Kinder sich beim Aufräumen gut orientieren können. Werden es deutlich mehr, verlieren vor allem Jüngere schnell den Überblick und legen Dinge eher irgendwo ab.

Wie oft sollte das Ordnungssystem überprüft und angepasst werden?

Ein kurzer Check alle zwei bis drei Monate reicht in den meisten Haushalten aus, um Kisten anzupassen, defekte Teile auszusortieren und neue Favoriten einzugliedern. Bei größeren Entwicklungs- oder Interessenwechseln lohnt sich zusätzlich eine kleine Neuplanung.

Wie integriere ich Kinder, die nur ungern aufräumen, in den Sortierprozess?

Hilfreich ist, wenn Kinder bei der Auswahl von Kisten, Farben und Symbolen mitentscheiden und beim Einräumen kleine, klare Aufgaben bekommen. Kurze Aufräumspiele mit Timer und ein sichtbarer Start- und Endpunkt senken die Hemmschwelle deutlich.

Wie gehe ich mit Spielzeug um, das zu mehreren Kategorien passt?

Solche Teile können in einer eigenen gemischten Kiste landen oder erhalten eine Hauptkategorie, die am häufigsten genutzt wird. Wichtig ist eine nachvollziehbare Entscheidung, die Sie Ihrem Kind in einem Satz erklären können.

Wie viele Spielsachen sollten gleichzeitig für Kinder erreichbar sein?

Als Orientierung genügen meist zehn bis fünfzehn gut bestückte Kisten oder Fächer, damit genügend Auswahl vorhanden ist, ohne den Raum zu überfordern. Der Rest kann in einer Wechselkiste gelagert und regelmäßig in den Alltag geholt werden.

Wie lässt sich das Sortieren bei sehr wenig Stauraum organisieren?

In kleinen Wohnungen helfen Stapelboxen, Unterbettkästen und Hängeaufbewahrung an Türen oder Wänden, um die Fläche besser zu nutzen. Zudem entlastet eine kleine, aber konsequente Auswahl an Lieblingsspielzeug den vorhandenen Platz.

Welche Beschriftung funktioniert für sehr junge Kinder am besten?

Für Kleinkinder eignen sich einfache Fotos oder klare Piktogramme, die direkt auf der Kiste oder am Regal angebracht werden. Farbcodes an den Griffen oder Ecken unterstützen zusätzlich die Zuordnung, auch wenn noch nicht gelesen werden kann.

Wie lassen sich Geschenke von Verwandten in das Ordnungssystem einbinden?

Neue Dinge sollten sofort eine feste Kategorie und einen Aufbewahrungsplatz bekommen, damit sich kein zusätzlicher Stapel bildet. Passt etwas nicht mehr ins Regal, hilft eine kurze gemeinsame Entscheidung mit dem Kind, was im Gegenzug aussortiert oder in die Rotation wandert.

Was tun, wenn sich Sortieren mit mehreren Kindern ständig in die Quere kommt?

Klare Zonen mit eigenen Fächern für jedes Kind und einige neutrale Gemeinschaftsbereiche schaffen mehr Übersicht. Absprachen, wer wann welche Kisten nutzt, und kurze gemeinsame Aufräumrunden verhindern viele Konflikte.

Wie kann ich das System beibehalten, wenn Besuchskinder mitspielen?

Ein einfacher Grundsatz wie eine kleine Regeltafel und sichtbar beschriftete Kisten helfen auch Gästen, sich zu orientieren. Am Ende des Besuchs lohnt sich eine dreiminütige gemeinsame Aufräumphase, in der Sie mit Hinweisen unterstützen, statt alles später allein zu erledigen.

Wie aufwendig darf das Sortieren sein, damit es im Alltag noch klappt?

Alle Schritte sollten so einfach sein, dass ein Kind mit einem oder zwei Handgriffen das richtige Fach findet und Spielzeug verstauen kann. Je weniger Umwege, Zwischenkisten und Sonderregeln, desto eher bleibt die Struktur dauerhaft erhalten.

Fazit

Ein durchdachtes System zum Sortieren von Kinderspielzeug entsteht aus klaren Kategorien, passenden Behältern und einfachen Abläufen, die Kinder selbst mittragen können. Wenn Aufbewahrung, Beschriftung und Routinen gut ineinandergreifen, wird Ordnung im Kinderzimmer vom täglichen Kraftakt zum kurzen Handgriff. So bleibt mehr Zeit und Energie für gemeinsames Spielen, statt immer nur hinterherzuräumen.

Zusammenfassung

Unten stehen große, offene Boxen mit Bausteinen und Fahrzeugen, in der Mitte kleinere Kisten für Figuren, Puzzle und Verkleidungen, oben Kartons mit saisonalem und selten genutztem Spielzeug.

Hilfreich ist, wenn Kinder bei der Auswahl von Kisten, Farben und Symbolen mitentscheiden und beim Einräumen kleine, klare Aufgaben bekommen.

Checkliste
  • Bausteine und Konstruktionsmaterial
  • Fahrzeuge (Autos, Züge, Flugzeuge)
  • Kuscheltiere und Puppen
  • Rollenspiel (Küche, Arztkoffer, Verkleidungen)
  • Basteln und Malen
  • Puzzle und Brettspiele
  • Bücher
  • Draußenspielzeug (Ball, Seil, Straßenkreide)

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