Welche Übungen fördern die Stabilität bei Ruderanfängern?

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 18. Juni 2026 12:59

Für Ruderanfänger ist Stabilität vor allem eine Frage von Rumpfkontrolle, sauberer Hüftbewegung und ruhiger Kraftübertragung. Am besten helfen Übungen, die Gleichgewicht, Körperspannung und die Verbindung zwischen Oberkörper und Beinen verbessern.

Kurz erklärt

Welche Übungen fördern die Stabilität bei Ruderanfängern?: Warum Stabilität beim Rudern so wichtig ist Stabilität bedeutet im Rudersport, dass der Körper trotz Bewegung ruhig bleibt und die Kraft ohne unnötige Ausweichbewegungen ins Boot oder an das Ruder geht.

Diese Übungen trainieren nicht nur Kraft, sondern auch das Halten einer sauberen Position unter leichter Belastung, was beim Rudern direkt nützlich ist.

Wer auf dem Wasser weniger wackeln will, sollte deshalb nicht zuerst an Kraftrekorden denken, sondern an kontrollierte Grundlagen. Genau dort liegen die Übungen, die Anfänger schnell sicherer machen.

Warum Stabilität beim Rudern so wichtig ist

Stabilität bedeutet im Rudersport, dass der Körper trotz Bewegung ruhig bleibt und die Kraft ohne unnötige Ausweichbewegungen ins Boot oder an das Ruder geht. Das ist besonders am Anfang entscheidend, weil viele Anfänger gleichzeitig mit Technik, Rhythmus und Koordination kämpfen.

Typische Probleme sind ein instabiler Rumpf, zu lockere Schultern, kippende Hüften und ein zu hektischer Zug. Dann verliert der Rudergriff an Präzision, die Bewegung wirkt unruhig und das Boot läuft schlechter. Wer diese Grundlagen verbessert, spart später viel Korrekturarbeit auf dem Wasser.

Stabilität ist dabei kein starres „Festmachen“ des Körpers. Der Körper soll kontrolliert beweglich bleiben, damit die Kraft sauber von den Beinen über den Rumpf bis in die Arme weitergegeben wird. Genau deshalb helfen Übungen, die Balance und Spannung gleichzeitig trainieren.

Die besten Grundlagen an Land

Am sinnvollsten beginnt das Training an Land. Dort lassen sich Bewegungen langsam lernen, Fehler früh erkennen und die Belastung gut dosieren. Gerade Anfänger profitieren davon, weil sie die Körperposition ohne Wasserbewegung besser spüren.

Eine der wichtigsten Übungen ist der Unterarmstütz. Er stärkt die Rumpfmuskulatur und schult das Halten einer geraden Linie vom Kopf bis zum Becken. Entscheidend ist, dass der Bauch aktiv bleibt und das Becken weder durchhängt noch zu hoch steht.

Ebenso hilfreich sind Seitstütz und Dead Bug. Der Seitstütz trainiert die seitliche Rumpfstabilität, die beim Rudern oft unterschätzt wird, während der Dead Bug die kontrollierte Wechselbewegung von Armen und Beinen übt. Beide Übungen fördern die Fähigkeit, unter Bewegung stabil zu bleiben.

Auch Kniebeugen mit sauberer Körperhaltung gehören dazu. Sie bereiten auf den Beindruck vor und machen sichtbar, ob Hüfte, Knie und Oberkörper in einer Linie arbeiten. Wer dabei die Fersen fest am Boden hält und das Becken ruhig führt, baut eine gute Basis auf.

Ein häufiger Fehler ist zu viel Spannung in den Schultern. Viele Anfänger ziehen den Nacken hoch, sobald die Übung anstrengend wird. Sinnvoller ist es, den Brustkorb offen zu halten, die Schultern tief zu lassen und die Spannung gezielt im Rumpf zu halten.

Balanceübungen für mehr Körperkontrolle

Rudern verlangt keine akrobatische Balance, aber eine ruhige, zentrierte Haltung. Deshalb sind Übungen auf einem Bein oder auf instabilen Unterlagen nützlich, solange sie sauber ausgeführt werden. Der Sinn liegt nicht im Wackeln um des Wackelns willen, sondern im besseren Körpergefühl.

Einbeinstand mit leicht gebeugtem Standbein hilft, Fuß-, Knie- und Hüftstabilität zu verbessern. Wer dabei das Becken gerade hält und nicht in die Standseite kippt, trainiert eine wichtige Grundlage für den sauberen Abdruck. Mit geschlossenen Augen wird die Übung schwieriger, sollte aber nur dann ergänzt werden, wenn die Grundform bereits sicher sitzt.

Auch Ausfallschritte sind wertvoll. Sie fördern die Kontrolle über das Becken und die Beinachse, was sich später in der Ruderbewegung bemerkbar macht. Besonders nützlich sind langsame Ausführungen mit bewusstem Abbremsen, weil genau dort die Stabilität sichtbar wird.

Ein Wackelkissen oder eine weiche Unterlage kann zusätzlich sinnvoll sein. Die Belastung sollte aber moderat bleiben, sonst kippt die Übung schnell in Unsicherheit statt Lerngewinn. Für Anfänger gilt daher: erst die Bewegung beherrschen, dann die Unterlage instabiler machen.

Rudernahe Bewegungen mit großem Effekt

Besonders wirksam sind Übungen, die dem Rudern ähnlich sind. Sie übertragen die Stabilität direkt in die Bewegungsmuster auf dem Wasser. Dazu gehören kontrollierte Zug- und Druckbewegungen mit leichtem Widerstand, etwa mit dem Theraband oder an der Rudermaschine in sehr ruhiger Ausführung.

Anleitung
1Zuerst die Rumpfspannung mit Plank, Seitstütz und Dead Bug sichern.
2Dann die Bein- und Hüftkontrolle mit Kniebeugen, Ausfallschritten und Einbeinstand verbessern.
3Anschließend die Hüftbewegung und Zugführung mit Theraband oder Ergometer ruhig einüben.
4Zum Schluss die Bewegung unter leichter Ermüdung wiederholen, damit die Form auch dann stabil bleibt, wenn es anstrengender wird.

Der Hüftknick ist dabei eine Schlüsselbewegung. Er beschreibt das Vorbeugen aus der Hüfte bei geradem Rücken, ohne im unteren Rücken zusammenzufallen. Diese Bewegung muss für Ruderanfänger langsam erlernt werden, weil sie die Ausgangsposition für den Kraftzug und die Rückführung bildet.

Sehr nützlich sind zudem Sitzpositionen mit bewusst ruhigem Oberkörper, etwa auf der Ruderergometer-Sitzbank. Wer dort den Zug zunächst klein hält und den Rückweg kontrolliert, lernt, wie viel Stabilität schon in einer einfachen, sauberen Form steckt. Zu große Zuglängen am Anfang führen oft zu Ausweichbewegungen, die mehr schaden als helfen.

Ein weiterer hilfreicher Baustein ist das Rudern mit Pausen. Dabei wird der Bewegungsablauf in Abschnitte unterteilt, etwa Beinstellung, Rumpföffnung und Armeinsatz. So erkennt der Anfänger schneller, wo der Körper ausweicht oder wo Spannung verloren geht.

So lässt sich die Reihenfolge sinnvoll aufbauen

Am besten funktioniert Stabilitätstraining, wenn es vom Einfachen zum Schwierigen gesteigert wird. Erst wird die Körperspannung aufgebaut, dann die Balance verfeinert und danach die Bewegung in den Ruderschlag übertragen. Diese Reihenfolge verhindert, dass Anfänger zu früh in komplizierte Abläufe springen.

  1. Zuerst die Rumpfspannung mit Plank, Seitstütz und Dead Bug sichern.
  2. Dann die Bein- und Hüftkontrolle mit Kniebeugen, Ausfallschritten und Einbeinstand verbessern.
  3. Anschließend die Hüftbewegung und Zugführung mit Theraband oder Ergometer ruhig einüben.
  4. Zum Schluss die Bewegung unter leichter Ermüdung wiederholen, damit die Form auch dann stabil bleibt, wenn es anstrengender wird.

Diese Abfolge ist besonders sinnvoll, weil Stabilität nicht in einem einzigen Schritt entsteht. Sie wächst aus wiederholter, sauberer Ausführung. Wer von Anfang an Tempo vor Kontrolle stellt, muss später oft mühsam umlernen.

Was Anfänger häufig falsch machen

Ein häufiger Irrtum ist, Stabilität mit Verkrampfung zu verwechseln. Zu viel Spannung macht die Bewegung oft schwerfällig und blockiert den Rhythmus. Besser ist eine aktive, aber bewegliche Körpermitte, die die Kraft überträgt, ohne steif zu werden.

Ein zweiter Fehler ist zu frühes Training mit zu viel Widerstand. Dann arbeiten Arme und Schultern mit, obwohl Beine und Rumpf die Hauptarbeit übernehmen sollten. Das Ergebnis ist ein unruhiger Schlag und oft auch eine schnellere Ermüdung.

Auch zu große Bewegungsamplituden sind problematisch. Anfänger ziehen häufig zu weit vor oder lehnen sich im Endzug zu stark zurück. Das sieht zwar nach viel Einsatz aus, kostet aber Stabilität und macht die Bewegung unpräziser.

Schließlich wird die Rückführung oft unterschätzt. Gerade der Weg zurück in die Ausgangsposition entscheidet darüber, ob das Boot ruhig bleibt und der nächste Schlag sauber vorbereitet ist. Wer diesen Teil sauber übt, merkt schnell einen spürbaren Unterschied.

Wie oft und wie lang trainieren

Für Anfänger reichen meist kurze, regelmäßige Einheiten. Schon 10 bis 20 Minuten gezieltes Stabilitätstraining vor dem Rudern oder an separaten Tagen können viel bewirken. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht die maximale Länge einer einzelnen Einheit.

Eine sinnvolle Mischung besteht aus zwei bis vier Grundübungen pro Training, ergänzt durch eine ruderähnliche Bewegung. Mehr ist am Anfang oft gar nicht nötig, weil die Qualität der Ausführung wichtiger ist als die Menge. Wer sauber trainiert, baut schneller ein verlässliches Bewegungsmuster auf.

Spürbarer Fortschritt zeigt sich häufig daran, dass das Sitzen auf dem Ergometer ruhiger wird, der Oberkörper weniger ausweicht und der Zug gleichmäßiger erscheint. Wenn diese Zeichen fehlen, liegt das Problem oft nicht an fehlender Kraft, sondern an noch unsauberer Technik oder zu hoher Belastung.

Training im Verein oder allein

Im Verein ist es leichter, die eigene Haltung von außen korrigieren zu lassen. Das ist besonders am Anfang wertvoll, weil viele Stabilitätsfehler selbst kaum auffallen. Ein Trainer oder erfahrener Mitruderer erkennt oft sofort, ob Hüfte, Schultern oder Rumpf ausweichen.

Allein lassen sich die Übungen trotzdem gut üben, wenn man ruhig und systematisch vorgeht. Spiegel, Videoaufnahmen oder die eigene Wahrnehmung beim langsamen Ausführen helfen dabei, die Haltung zu prüfen. Besonders nützlich ist es, nur eine Veränderung pro Einheit zu machen, statt alles gleichzeitig zu korrigieren.

Wer keinen Zugang zu Geräten hat, kann mit Körpergewichtsübungen schon sehr weit kommen. Plank, Seitstütz, Ausfallschritte und kontrollierte Kniebeugen bilden eine starke Basis. Erst wenn diese Bewegungen sicher sitzen, lohnt sich die Ergänzung durch Widerstandsbänder oder Ergometerarbeit.

Ruhige Technik statt hektischer Kraft

Stabilität entsteht auch über den Takt der Bewegung. Ein ruhiger Rhythmus hilft dem Körper, Spannung besser zu halten und Übergänge sauber zu gestalten. Hektik sorgt dagegen oft für verkürzte Wege, unnötige Ausweichbewegungen und einen instabilen Oberkörper.

Wer den Zug bewusst langsam aufbaut und den Rückweg kontrolliert, bekommt mehr Gefühl für den eigenen Schwerpunkt. Das ist besonders wichtig, wenn noch wenig Routine vorhanden ist. Der Körper lernt so, wie sich saubere Spannung anfühlt, bevor Geschwindigkeit dazukommt.

Gerade am Anfang lohnt sich deshalb ein schlichtes Leitprinzip: erst sauber, dann länger, dann etwas kräftiger. Diese Reihenfolge ist oft der schnellste Weg zu echter Sicherheit auf dem Wasser.

Ein paar typische Situationen aus dem Trainingsalltag

Ein Anfänger sitzt auf dem Ergometer und zieht bei jeder Wiederholung die Schultern hoch. Hier helfen zuerst Atemruhe, lockere Armführung und ein kürzerer Bewegungsweg, bevor überhaupt an mehr Kraft gedacht wird. Die Ursache ist meist nicht fehlende Fitness, sondern zu wenig Rumpfspannung bei zu viel Armarbeit.

Ein anderer kann die Haltung im Stand sauber halten, verliert aber beim Vorbeugen sofort die Spannung. Dann ist der Hüftknick der bessere Einstieg als komplexe Ruderzüge. Wer die Ausgangsposition nicht stabil halten kann, sollte die Übung vereinfachen und langsamer ausführen.

Manchmal wirkt ein Anfänger im Trockentraining stabil, wird aber auf dem Wasser sofort unruhig. Dann steckt die Ursache oft in der zusätzlichen Instabilität durch Wasser, Schiebebewegung und Bootslage. In diesem Fall müssen Balance und Rhythmus gezielter auf Wasserbedingungen übertragen werden.

Was am meisten bringt

Für Ruderanfänger sind die wirksamsten Übungen meist die unspektakulären: Plank, Seitstütz, Dead Bug, Kniebeugen, Ausfallschritte, Einbeinstand und ruhige ruderähnliche Bewegungen. Diese Übungen trainieren genau das Zusammenspiel, das beim Rudern gebraucht wird.

Wer sie regelmäßig und sauber einsetzt, verbessert Stabilität, Körpergefühl und Bewegungsökonomie deutlich. Das macht den Einstieg leichter und hilft, früh gute Gewohnheiten aufzubauen. Besonders wichtig ist dabei, die Belastung schrittweise zu steigern und nicht zu schnell auf Tempo oder Widerstand zu gehen.

Stabile Basis aufbauen, bevor die Zugleistung steigt

Am Anfang zählt nicht die Länge des Ruderschlags, sondern eine ruhige Grundspannung im Rumpf. Wer Schultern, Bauch und Gesäß gemeinsam aktiviert, hält den Oberkörper aufrecht und verhindert, dass die Bewegung in einzelne, unkontrollierte Teile zerfällt. Genau dadurch wächst die Stabilität bei Ruderanfängern spürbar: Der Körper bleibt zwischen Druck aus den Beinen und Zug der Arme sauber ausgerichtet.

Hilfreich ist ein kurzer Ablauf vor jeder Einheit. Zuerst lockern, dann aktivieren, erst danach rudern. So lässt sich die Haltung besser halten, weil der Körper nicht aus dem Stand in eine schnelle Zugbewegung gezwungen wird. Besonders wirksam sind einfache Aktivierungen mit wenig Material, die sauber ausgeführt werden und keine hohen Wiederholungszahlen brauchen.

  • Unterarmstütz mit ruhiger Atmung, um die Rumpfspannung zu spüren
  • Glute Bridge, damit Becken und Lendenbereich stabil bleiben
  • Dead Bug, um Arme und Beine getrennt zu steuern
  • Bird Dog, für eine kontrollierte Streckung ohne Ausweichbewegung

Bewegungsmuster, die das Rudern sauber vorbereiten

Am meisten bringt eine Kombination aus Hüftbeweglichkeit, Beinachse und kontrollierter Rumpfspannung. Wer nur einzelne Muskeln trainiert, bewegt sich auf dem Wasser oft unruhig. Besser ist es, Bewegungen zu wählen, die mehrere Gelenke zusammenführen und dabei eine klare Position vorgeben. So lernt der Körper, Kraft zu übertragen, ohne ins Hohlkreuz zu kippen oder seitlich auszuweichen.

Ein guter Einstieg sind Übungen mit langsamer Ausführung und klarer Endposition. Dabei sollte der Blick auf drei Punkte liegen: stabile Füße, ruhiger Oberkörper, gleichmäßige Atmung. Diese drei Faktoren entscheiden häufig mehr über die Qualität als eine große Zahl an Wiederholungen.

Geeignete Reihenfolge für die Vorbereitung

  1. Mobilisieren der Hüfte und Brustwirbelsäule, damit die Haltung nicht blockiert.
  2. Kurze Aktivierung von Bauch und Gesäß, um die Mittelposition zu sichern.
  3. Einbeinige Stand- oder Stützvarianten, um Ausgleichsbewegungen zu reduzieren.
  4. Leichte Zugmuster mit Widerstandsbändern, damit Schulterblätter kontrolliert arbeiten.

Bei Zugübungen mit Band oder Kabelzug sollte die Bewegung nicht aus den Armen starten. Zuerst stabilisiert der Rumpf, dann folgen Schulterblätter und Arme. Diese Reihenfolge lässt sich später gut auf das Wasser übertragen, weil der Körper nicht gegen seine eigene Spannung arbeitet.

Kontrolle über Tempo, Atmung und Belastung

Viele Anfänger gewinnen mehr Sicherheit, wenn sie das Tempo bewusst senken. Eine langsame Zugphase und eine kontrollierte Rückführung machen Ungleichgewichte sichtbar und helfen, sie zu korrigieren. Das gilt besonders dann, wenn das Training an Land und auf dem Ergometer kombiniert wird. Wer jeden Zug gleich schnell ausführt, bemerkt kleine Fehler oft erst spät.

Auch die Atmung spielt eine große Rolle. Eine flache, hektische Atmung führt häufig zu unnötiger Spannung im Nacken und zu einer instabilen Körpermitte. Besser ist ein gleichmäßiger Rhythmus, bei dem die Kraftphase mit einer aktiven Ausatmung verbunden wird. Dadurch bleibt der Oberkörper ruhiger und die Technik lässt sich länger sauber halten.

  • Arbeite anfangs mit kurzen Intervallen statt langen, ermüdenden Serien.
  • Wähle Widerstände so, dass die Haltung bis zum letzten Zug erhalten bleibt.
  • Stoppe eine Übung, sobald das Becken nach hinten kippt oder die Schultern hochziehen.
  • Nutze Pausen, um die Ausgangsposition neu aufzubauen.

Die wichtigsten Stellschrauben im Trainingsalltag

Im Alltag helfen kleine Korrekturen mehr als komplizierte Zusatzprogramme. Wer die Füße gleichmäßig belastet, den Blick ruhig hält und die Bewegung nicht überzieht, schafft sofort bessere Bedingungen für stabile Abläufe. Gerade am Ergometer lässt sich das gut prüfen, weil Sitz, Fußschlaufen und Zugrhythmus Rückmeldungen liefern. Auch bei freien Übungen gilt: Qualität vor Umfang.

Sinnvoll ist es, typische Fehler direkt über einfache Regeln zu begrenzen. Ein sauberer Aufbau braucht keine ständige Kontrolle durch viele Hinweise, sondern wenige klare Punkte, die immer gleich bleiben. Das erleichtert die Wiederholung und verhindert, dass Anfänger in jeder Einheit etwas anderes korrigieren müssen.

Worauf bei der Durchführung zu achten ist

  • Füße fest, aber nicht verkrampft aufsetzen.
  • Brustkorb offen halten, ohne ins Hohlkreuz zu fallen.
  • Bewegungen gleichmäßig und ohne Ruck ausführen.
  • Nach jeder Serie die Körpermitte neu ausrichten.

Wer diese Punkte kombiniert, bekommt eine belastbare Grundlage für längere Einheiten. Die Übungen wirken dann nicht isoliert, sondern greifen ineinander: Der Rumpf bleibt tragfähig, die Beinarbeit wird sauberer und die Arme übernehmen nur noch die letzte Führung.

Häufige Fragen

Welche Art von Übung bringt Anfängern auf dem Ruderergometer am meisten?

Am wirksamsten sind Übungen, die Rumpfspannung, saubere Beinführung und ruhige Übergänge zwischen den Bewegungsphasen verbinden. Besonders sinnvoll sind langsame Zugphasen mit bewusstem Halten der Körperlinie, weil so das Zusammenspiel aus Druck, Gleichgewicht und Kontrolle früh sauber eingeprägt wird.

Wie wichtig ist ein stabiler Rumpf für den Einstieg?

Sehr wichtig, denn die Kraft aus den Beinen wird nur dann gut ins Boot oder Ergometer übertragen, wenn der Oberkörper nicht ausweicht. Eine stabile Mitte schützt zudem vor unsauberen Zugmustern und erleichtert es, die Bewegung über viele Wiederholungen gleichmäßig zu halten.

Welche Übungen an Land helfen beim Erlernen einer ruhigen Bewegung?

Geeignet sind Unterarmstütz, Dead Bug, Bird Dog und kontrollierte Hüftbeugen mit geradem Rücken. Diese Übungen trainieren nicht nur Kraft, sondern auch das Halten einer sauberen Position unter leichter Belastung, was beim Rudern direkt nützlich ist.

Sollten Anfänger lieber mit Kraft oder mit Kontrolle trainieren?

Zu Beginn hat Kontrolle klar Vorrang, weil saubere Abläufe die spätere Leistungsentwicklung überhaupt erst möglich machen. Kraft kommt besser zur Geltung, wenn der Bewegungsweg bereits stimmt und der Körper nicht ständig gegen die eigene Technik arbeiten muss.

Wie lange sollte eine Einheit für Einsteiger dauern?

Für die meisten Anfänger reichen 20 bis 40 Minuten, wenn Technik und Koordination im Mittelpunkt stehen. Kürzere Einheiten mit hoher Qualität sind oft sinnvoller als lange Blöcke, in denen die Bewegung am Ende ungenau wird.

Welche Rolle spielen Gleichgewichtsübungen außerhalb des Wassers?

Sie verbessern die Körperwahrnehmung und helfen dabei, kleine Ausgleichsbewegungen besser zu steuern. Das ist nützlich, weil beim Rudern schon geringe Fehler in Haltung oder Druckverteilung die Stabilität sichtbar beeinflussen.

Wie lässt sich eine Übung so ausführen, dass sie wirklich übertragen wird?

Die Bewegung sollte langsam beginnen, mit klarer Spannung im Bauch- und Rückenbereich und ohne Hast in den Übergängen. Erst wenn der Ablauf sicher sitzt, kann man Tempo, Widerstand oder Wiederholungszahl schrittweise erhöhen.

Was ist bei der Fußarbeit auf dem Ergometer wichtig?

Die Füße sollten fest anliegen, damit der Druck gleichmäßig über beide Beine aufgebaut wird. Eine stabile Verbindung über die Fußauflage unterstützt den gesamten Bewegungsablauf und verhindert, dass der Zug aus dem Oberkörper heraus zerfällt.

Wie oft sollten Anfänger ihre Technikübungen wiederholen?

Mehrere kurze Wiederholungen pro Woche sind meist sinnvoller als ein einzelnes, sehr langes Training. So prägt sich der Bewegungsablauf besser ein, ohne dass Ermüdung die Qualität der Haltung stark verschlechtert.

Woran erkennt man, dass eine Übung die Technik verbessert?

Ein gutes Zeichen ist, dass der Oberkörper ruhiger bleibt, der Zug gleichmäßiger wirkt und die Kraft besser aus den Beinen kommt. Auch ein sauberer Rhythmus ohne unnötiges Verkrampfen spricht dafür, dass die Übung ihren Zweck erfüllt.

Fazit

Wer am Anfang auf Rumpfkontrolle, saubere Grundbewegungen und ruhige Übergänge setzt, schafft die beste Basis für sichere Fortschritte. Entscheidend ist nicht die Menge an Belastung, sondern die Qualität der Ausführung und eine klare Reihenfolge vom Einfachen zum Anspruchsvolleren. So entwickelt sich ein stabiles Bewegungsmuster, das auf dem Wasser und am Ergometer gleichermaßen trägt.

Zusammenfassung

Warum Stabilität beim Rudern so wichtig ist Stabilität bedeutet im Rudersport, dass der Körper trotz Bewegung ruhig bleibt und die Kraft ohne unnötige Ausweichbewegungen ins Boot oder an das Ruder geht.

Diese Übungen trainieren nicht nur Kraft, sondern auch das Halten einer sauberen Position unter leichter Belastung, was beim Rudern direkt nützlich ist.

Checkliste
  • Unterarmstütz mit ruhiger Atmung, um die Rumpfspannung zu spüren
  • Glute Bridge, damit Becken und Lendenbereich stabil bleiben
  • Dead Bug, um Arme und Beine getrennt zu steuern
  • Bird Dog, für eine kontrollierte Streckung ohne Ausweichbewegung

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