Lasagne wird häufig weich, matschig oder bildet eine Brühe am Boden der Form, weil zu viel freie Flüssigkeit im Spiel ist, die im Ofen nicht verdampfen oder gebunden werden kann. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen: wasserreiche Zutaten, zu viel oder zu dünne Sauce, eine zu niedrige Ofentemperatur oder zu kurze Backzeit.
Kurz erklärt
Warum wird die Lasagne nach dem Backen wässrig? Ursachen, Fehlerquellen und sichere Lösungen: Die wichtigsten Ursachen für eine wässrige Lasagne im Überblick Eine geschichtete Ofenpfanne wie Lasagne enthält von Natur aus viel Flüssigkeit: in der Sauce, im Gemüse, im Fleisch und in den Nudelplatten.
Mai 2026 19:29 Lasagne wird häufig weich, matschig oder bildet eine Brühe am Boden der Form, weil zu viel freie Flüssigkeit im Spiel ist, die im Ofen nicht verdampfen oder gebunden werden kann.
Wenn du verstehst, woher das Wasser kommt und wie du es kontrollierst, bekommst du eine Lasagne, die sich sauber schneiden lässt, Schichten zeigt und trotzdem saftig bleibt. Mit ein paar gezielten Anpassungen an Sauce, Füllung, Nudelblättern und Backverhalten lässt sich das Problem zuverlässig in den Griff bekommen.
Die wichtigsten Ursachen für eine wässrige Lasagne im Überblick
Eine geschichtete Ofenpfanne wie Lasagne enthält von Natur aus viel Flüssigkeit: in der Sauce, im Gemüse, im Fleisch und in den Nudelplatten. Entscheidend ist, wie stark diese Flüssigkeit während des Backens verdampfen kann und wie viel davon von Stärke, Eiweiß und Fett gebunden wird.
Häufig beobachtete Hauptursachen sind:
- Zu dünne oder zu große Menge Tomatensauce
- Unabgegossenes oder schlecht eingekochtes Hackfleisch
- Rohes, nicht vorgegartes Gemüse mit hohem Wasseranteil
- Zu viel Flüssigkeit in der Béchamelsauce
- Zu geringe Backtemperatur oder zu kurze Backzeit
- Zu schnelles Anschneiden direkt nach dem Ofen
- Falsche Formgröße oder zu dichtes Abdecken
Je mehr dieser Punkte zusammenkommen, desto wahrscheinlicher sammelt sich Flüssigkeit am Boden der Form oder läuft beim Anschneiden heraus. Im nächsten Schritt lohnt sich daher ein genauer Blick auf jeden einzelnen Baustein.
Tomatensauce richtig andicken: Basis gegen Wasserlachen
Tomatensauce ist in den meisten Rezepten der größte Flüssigkeitsträger und damit eine der häufigsten Quellen für überschüssiges Wasser. Eine gut eingekochte, leicht sämige Sauce ist die halbe Miete für eine stabile, aber saftige Lasagne.
Typische Stolpersteine bei der Tomatensauce sind:
- Passierte Tomaten werden nur kurz erhitzt und direkt verwendet.
- Frische Tomaten kommen ungeschält und unentkernt mit in den Topf.
- Saucen aus dem Glas sind sehr flüssig und werden nicht reduziert.
Damit die Sauce ihren Teil zur Stabilität beiträgt, hilft folgende Herangehensweise:
- Tomatenbasis wählen: Passierte Tomaten oder stückige Tomaten in der Dose verwenden, frische Tomaten vorher entkernen und etwas salzen, damit sie Wasser verlieren.
- Sauce offen köcheln: Mindestens 15–25 Minuten ohne Deckel bei mittlerer Hitze simmern lassen, bis sie deutlich dicker geworden ist.
- Konsistenz prüfen: Ein Löffel Sauce sollte den Löffel überziehen und nur langsam herunterlaufen, nicht wie Suppe fließen.
- Würzen am Ende feinjustieren: Am Schluss mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken, da sich Aromen beim Reduzieren konzentrieren.
Wenn die Sauce noch sehr flüssig wirkt, lohnt sich weiteres Köcheln, anstatt die Lasagne mit einer zu dünnen Grundlage aufzubauen. Das reduziert späteres Nachlaufen am Teller deutlich.
Hackfleisch und Füllung: Flüssigkeit vor dem Schichten kontrollieren
Hackfleisch gibt beim Braten viel Wasser und Eiweißflüssigkeit ab. Wenn dieses Bratwasser in der Pfanne bleibt und direkt in die Sauce oder Form wandert, erhöht sich die Gesamtmenge an freier Flüssigkeit deutlich.
So gehst du mit Hackfleisch vor, um zusätzliche Nässe zu vermeiden:
- Hackfleisch portionsweise und bei hoher Hitze braten, bis keine rosa Stellen mehr sichtbar sind und sich am Boden leichte Röstaromen bilden.
- Wenn sich deutlich Flüssigkeit in der Pfanne sammelt, diese entweder abgießen oder die Hitze erhöhen und so lange weiter braten, bis sie weitgehend verdampft ist.
- Erst danach mit Tomatenbasis aufgießen und die Sauce einkochen lassen.
Ähnliche Probleme entstehen, wenn zusätzlich Zutaten wie Pilze, Spinat oder Zucchini roh in größerer Menge zur Füllung gegeben werden. Diese Gemüsesorten enthalten sehr viel Wasser, das beim Backen austritt.
Eine sichere Strategie besteht darin, wasserreiches Gemüse immer separat anzuschwitzen:
- Zucchini in Scheiben oder Würfel schneiden, leicht salzen, kurz stehen lassen, dann mit Küchenpapier abtupfen und in einer Pfanne anbraten, bis sie leicht Farbe bekommt und Feuchtigkeit verdampft ist.
- Pilze in heißem Fett braten, bis kein Saft mehr austritt und sie beginnen, zu bräunen.
- Spinat blanchieren oder in der Pfanne zusammenfallen lassen und überschüssige Flüssigkeit ausdrücken.
Alle diese vorbereiteten Komponenten kannst du anschließend in die Sauce geben oder zwischen die Schichten verteilen, ohne dass sie im Ofen noch große Mengen Wasser freisetzen.
Béchamelsauce: Bindung statt wässriger Milchschicht
Eine klassische Béchamelsauce besteht aus Butter, Mehl und Milch. Die Stärke im Mehl bindet einen Teil der Flüssigkeit und sorgt im Zusammenspiel mit dem Käse dafür, dass die Schichten cremig zusammenhalten. Wenn das Mehlverhältnis zu niedrig ist oder die Sauce kaum gekocht wird, bleibt sie zu dünn.
Für eine stabile Béchamel lohnt sich folgende Orientierung:
- Auf etwa 500 ml Milch kommen 40–50 g Butter und 40–50 g Mehl.
- Die Mehlschwitze (Butter + Mehl) erst 1–2 Minuten ohne Flüssigkeit leicht anschwitzen, damit das Mehl bindefähig wird.
- Milch nach und nach einrühren und die Sauce einige Minuten sanft köcheln lassen, bis sie spürbar eindickt.
Die fertige Béchamel sollte cremig vom Löffel tropfen und dabei eine leichte Spur ziehen. Wirkt sie eher wie eine dünne Milch, kann noch etwas Mehl in wenig kalter Milch angerührt und untergerührt werden, gefolgt von weiterem Kochen. So trägt die Sauce aktiv zur Stabilität bei, anstatt im Ofen zu einer wässrigen Schicht zu werden.
Nudelplatten: Vorgekocht, roh oder frische Pasta?
Die Art der Nudelplatten beeinflusst, wie viel Flüssigkeit im Gericht verbleibt. Trockene Platten benötigen Flüssigkeit, um weich zu werden, frische oder vorgekochte Platten bringen bereits Wasser mit.
Für jede Variante gelten etwas andere Regeln:
- Trockene Lasagneplatten: Diese können Flüssigkeit aufnehmen. Die Saucen dürfen daher sämig, aber nicht zu dick sein, sonst bleiben die Platten an den Rändern hart. Trotzdem sollte keine Suppenkonsistenz entstehen.
- Vorgekochte Platten: Nach dem Kochen gut abtropfen lassen und am besten kurz auf einem Küchentuch trocknen, damit kein Kochwasser in die Form tropft.
- Frische, dünne Platten: Hier ist die Gefahr von zu viel Feuchtigkeit geringer, allerdings kann die Lasagne beim Überbacken leichter zusammenfallen, wenn die Saucen sehr flüssig sind.
Wenn beim Backen dauernd Flüssigkeit am Boden der Form steht, obwohl alle Saucen bereits eingedickt wurden, kann es helfen, bei sehr dünnen oder vorgekochten Platten die Saucenmenge etwas zu reduzieren und mehr Käse oder Gemüse mit Bindung (z. B. weich gegarte Möhren) einzuplanen.
Gemüse-Lasagne und vegetarische Varianten: Besondere Wasserfallen
Vegetarische oder vegane Variationen setzen meist auf viel Gemüse und teilweise auf pflanzliche Drinks oder Alternativen zu Käse und Béchamel. Gerade hier zeigt sich häufig ein wässriges Ergebnis, weil Gemüse und pflanzliche Flüssigkeiten ungewöhnliche Mengen Wasser freisetzen oder weniger gut binden.
Für eine saftige, aber schnittfeste Gemüse-Lasagne helfen diese Anpassungen:
- Gemüse immer vorab garen, salzen und überschüssiges Wasser abtropfen oder ausdrücken.
- Tomaten, Zucchini, Auberginen und Spinat nicht im Rohzustand schichtweise stapeln, sondern in der Pfanne vorbereiten.
- Pflanzliche Drinks (z. B. Hafer- oder Sojadrink) für die Béchamelsauce eher im etwas dickeren Verhältnis zur Mehlschwitze verwenden, da sie häufig dünnflüssiger wirken als Kuhmilch.
- Mit stärkehaltigem Gemüse wie Kartoffeln oder Kürbis lassen sich flüssige Komponenten besser abfangen.
Wenn du beim Schnippeln schon merkst, dass viel Saft austritt, lohnt sich das Vorbereiten in der Pfanne immer. So bestimmst du selbst, wie viel Wasser im Gericht bleiben darf.
Backtemperatur, Backzeit und Abdecken: Der Ofen als Mitspieler
Auch bei perfekter Vorbereitung der Füllung kann die Lasagne im Ofen zu nass bleiben, wenn zu wenig Energie ankommt oder die Form zu dicht abgedeckt ist. Flüssigkeit muss verdampfen können, sonst sammelt sie sich am Boden.
Bewährt haben sich folgende Eckwerte:
- Ober- und Unterhitze bei etwa 180–200 Grad, je nach Ofencharakter.
- Backzeit im Bereich von 35–50 Minuten, abhängig von Schichthöhe und Formgröße.
- In den ersten 20–30 Minuten kann eine Abdeckung mit Alufolie oder einem Deckel sinnvoll sein, damit die Oberfläche nicht zu früh bräunt.
- Für die restliche Zeit die Abdeckung entfernen, damit Dampf entweichen kann und der Käse bräunt.
Wenn der Käse bereits dunkel wird, während noch viel Flüssigkeit an den Rändern blubbert, kann die Temperatur etwas reduziert und die Backzeit verlängert werden. Eine längere, moderate Hitze hilft, überschüssige Feuchtigkeit loszuwerden, ohne die Oberfläche zu verbrennen.
Ruhezeit nach dem Backen: Der stille Helfer gegen auslaufende Flüssigkeit
Direkt aus dem Ofen ist Lasagne extrem heiß, die Flüssigkeit steht unter Spannung und kann sich noch nicht richtig verteilen. Wird sofort angeschnitten, laufen Sauce und Saft leicht aus der Form, selbst wenn die Grundkonsistenz eigentlich stimmt.
Eine einfache, aber sehr wirksame Maßnahme besteht darin, die Lasagne nach Ende der Backzeit 10–20 Minuten bei leicht geöffneter Ofentür oder auf dem Herd ruhen zu lassen. In dieser Zeit kühlt sie etwas ab, Stärke quillt weiter und bindet Flüssigkeit, und die Schichten setzen sich. Wenn du danach mit einem scharfen Messer schneidest und einen breiten Pfannenwender benutzt, bleiben die Stücke deutlich stabiler.
Schichtaufbau und Formwahl: Stabilität von Anfang an planen
Wie die Zutaten aufeinander geschichtet werden und welche Form du nutzt, entscheidet mit darüber, wie gleichmäßig sich Flüssigkeit verteilt und ob sie wieder verdampfen kann. Ein hoher, schmaler Stapel verhält sich anders als eine flach geschichtete Variante.
Diese Punkte unterstützen eine gleichmäßige Textur:
- Formgröße passend wählen: Die Masse sollte die Form gut ausfüllen, ohne dass zu viel freie Randfläche bleibt, in der Flüssigkeit sich sammelt.
- Mit einer dünnen Schicht Sauce oder einem Hauch Béchamel starten, nicht mit einer dicken, suppigen Lage.
- Flüssigere Komponenten gleichmäßig verteilen, keine „Seen“ in der Mitte bilden.
- Die oberste Schicht aus Béchamel und Käse gestaltet man eher dünn, damit sie bräunen und leicht austrocknen kann.
Wenn beim Schichten sichtbar Pfützen entstehen, lohnt es sich, etwas Sauce mit einem Löffel zu entnehmen oder zusätzlich ein paar Nudelplatten beziehungsweise Gemüse mit Bindung einzubauen. So entsteht ein dichter Verbund, der Flüssigkeit aufnimmt.
Typische Fehlannahmen rund um trockene und wässrige Lasagne
Viele köchelnde Missverständnisse drehen sich darum, wie viel Sauce nötig ist und wie feucht der Stapel vor dem Ofen aussehen darf. Die Angst, die Lasagne könnte trocken werden, führt schnell dazu, dass viel zu viel Flüssigkeit eingeplant wird.
Zu den verbreiteten Irrtümern gehören:
- „Mehr Sauce macht das Gericht automatisch saftiger“ – in Wirklichkeit sorgt eine passend reduzierte Sauce für Saftigkeit, während zu viel Flüssigkeit die Struktur zerstört.
- „Gemüse darf ruhig roh hinein, der Ofen kocht es mit“ – das stimmt zwar, aber das dabei freiwerdende Wasser bleibt im Gericht.
- „Eingedickte Sauce brennt im Ofen an“ – wenn ausreichend Schichten und Belag vorhanden sind, passiert das bei normaler Ofentemperatur kaum.
Wer einmal den Mut hatte, Sauce intensiver zu reduzieren und Gemüse vorzubereiten, stellt meist fest, dass die Lasagne trotzdem erstaunlich saftig bleibt, aber wesentlich schöner zu schneiden ist.
Eine Schrittfolge für deutlich weniger Flüssigkeit
Mit einem festen Ablauf beim Zubereiten lässt sich das Risiko für eine matschige Konsistenz stark verringern. Die einzelnen Schritte greifen ineinander und reduzieren nach und nach die Wasserquellen.
- Hackfleisch kräftig anbraten, Flüssigkeit verdampfen lassen oder abgießen.
- Gemüse separat anschwitzen, bis es sichtbar trockener und leicht gebräunt ist.
- Tomatensauce mit den vorbereiteten Zutaten aufsetzen und offen köcheln lassen, bis sie sämig ist.
- Béchamelsauce mit ausreichend Mehlanteil zubereiten und einige Minuten kochen, bis sie cremig eindickt.
- Nudelplatten passend wählen und, falls vorgekocht, gründlich abtropfen und trocknen lassen.
- Form nicht überfüllen, Schichten gleichmäßig verteilen und auf klare, nicht flüssige Saucenschichten achten.
- Im Ofen bei mittlerer bis höherer Temperatur backen, zum Ende hin ohne Abdeckung, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Ränder leicht blubbern.
- Nach dem Backen mindestens 10 Minuten ruhen lassen, bevor angeschnitten wird.
Wenn du dich an diese Reihenfolge hältst, wirkt jede Stufe wie ein kleiner Filter gegen überschüssiges Wasser. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige, aromatische Lasagne, die optisch und geschmacklich überzeugt.
Beispiel aus der Alltagsküche: Familien-Lasagne mit Tiefkühlspinat
Viele Hobbyköche greifen zu Tiefkühlspinat, weil er praktisch und jederzeit verfügbar ist. Dabei fällt jedoch schnell auf, dass sich am Ende des Backens viel Flüssigkeit am Boden der Form sammelt, besonders wenn der Spinat direkt aus dem Topf in die Schichten wandert.
In einer typischen Situation wird der Spinat nur kurz im Topf aufgetaut, leicht gewürzt und anschließend zwischen Nudelplatten und Béchamel verteilt. Der im Topf zurückbleibende Saft wird häufig mitgenommen, damit der Geschmack nicht verloren geht. Beim Backen tritt dann noch mehr Wasser aus, das die Schichten aufweicht.
Deutlich besser läuft es, wenn der Spinat nach dem Auftauen in ein Sieb gegeben und kräftig ausgedrückt wird. Anschließend kann er in etwas Fett angeschwitzt, nachgewürzt und dann in die Sauce gemischt oder in dünnen, gut verteilten Lagen geschichtet werden. So landet der Geschmack im Gericht, das Schüsselwasser aber nicht.
Beispiel mit viel frischem Gemüse: Zucchini und Tomaten im Griff behalten
Wer gerne mediterran kocht, kombiniert häufig Zucchini und frische Tomaten. Beide Zutaten geben im Ofen reichlich Flüssigkeit ab, was sich bei ungeübter Zubereitung schnell in einem flüssigen Boden bemerkbar macht.
Ein verbreitetes Vorgehen besteht darin, Zucchini in Scheiben zu schneiden und roh auf die Sauce zu legen, während Tomatenscheiben direkt unter dem Käse landen. Im Backofen verlieren beide Gemüse ihre Form und lassen Saft. Dieser sammelt sich zuerst oben, läuft dann aber in die unteren Schichten.
Mit einem Zwischenschritt in der Pfanne verändert sich das Ergebnis deutlich: Zucchini werden in Olivenöl beidseitig angebraten, bis sie Farbe annehmen, und leicht gesalzen. Tomatenscheiben lässt man kurz auf Küchenpapier liegen, um Saft abzunehmen, oder man verarbeitet sie in einer reduzierten Sauce. So verringert sich der Wassereintrag, ohne dass der Gemüsegschmack verloren geht.
Beispiel aus der Singleküche: Kleine Form, großer Flüssigkeitsanteil
Wer nur für eine Person kocht, verwendet oft kleine Auflaufformen und neigt dazu, „nach Gefühl“ zu schichten. In engen Formen ist es besonders wichtig, das Verhältnis von Sauce, Pasta und Füllung im Auge zu behalten, da jede kleine Menge Flüssigkeit stärker ins Gewicht fällt.
Eine typische Szene: In einer kleinen Form werden zwei dicke Lagen Sauce, reichlich Käse und wenige Nudelplatten untergebracht. Das Ergebnis wirkt im Ofen zunächst vielversprechend, beim Herausheben fehlt jedoch der Halt und es bleibt ein nasser Rand zurück.
Hier hilft es, die Saucenmenge bewusst zu reduzieren, einen höheren Anteil an Pasta oder festem Gemüse einzuplanen und die Form eher voller, aber weniger hoch zu schichten. So verteilt sich Flüssigkeit besser und kann über die Oberfläche leichter verdampfen.
FAQ zu wässriger Lasagne
Wie dick sollte die Tomatensauce sein, damit die Lasagne stabil bleibt?
Die Tomatensauce sollte so weit eingekocht sein, dass sie vom Löffel langsam abläuft und der Topfboden beim Rühren kurz sichtbar bleibt. Bleibt sie dünn und suppig, zieht sie beim Backen kaum an und sammelt sich später als Flüssigkeit in der Form.
Kann ich passierte Tomaten ohne Vorkochen direkt verwenden?
Passierte Tomaten sollten zumindest einige Minuten mit Zwiebeln, Gewürzen und etwas Tomatenmark köcheln, damit Wasser verdampft. Ohne diese Reduktion bringst du zu viel freie Flüssigkeit in die Form, die die Schichten später instabil macht.
Wie gehe ich mit Hackfleisch um, damit es weniger Flüssigkeit abgibt?
Brate Hackfleisch portionsweise kräftig an, bis keine rosa Stellen mehr sichtbar sind und sich am Pfannenboden leichte Röstspuren zeigen. Gieße ausgetretene Flüssigkeit ab oder lass sie vollständig verdampfen, bevor du Tomaten zugibst.
Macht Tiefkühlgemüse die Lasagne automatisch wässrig?
Tiefkühlgemüse enthält viele Eiskristalle, die beim Erhitzen zusätzlich Wasser freisetzen. Wenn du es vorher in der Pfanne oder im Topf erhitzt, abtropfen lässt und leicht anröstest, reduzierst du diesen Effekt deutlich.
Wie verhindere ich, dass Zucchini und Auberginen alles verwässern?
Schneide das Gemüse in Scheiben, salze es leicht und lasse es einige Minuten Wasser ziehen, bevor du es abtupfst. Anschließendes Anbraten oder kurzes Grillen vor dem Schichten sorgt dafür, dass ein großer Teil der Flüssigkeit bereits draußen ist.
Welche Rolle spielt die Wahl der Nudelplatten?
Rohe Platten aus Hartweizen nehmen beim Backen Feuchtigkeit auf und helfen, überschüssige Flüssigkeit zu binden. Vorgekochte Platten oder sehr dünne, frische Pasta saugen deutlich weniger, daher musst du dann mit dickeren Saucen und weniger Gesamtflüssigkeit arbeiten.
Warum wird die Lasagne im unteren Bereich oft besonders nass?
Flüssigkeit wandert nach unten, und wenn die unterste Schicht nur aus Sauce besteht, sammelt sich dort alles. Eine Kombination aus etwas Sauce, Nudelplatten und eventuell einer festen Komponente wie Hack oder Gemüse bildet ein stabileres Fundament.
Welche Backtemperatur hilft gegen einen wässrigen Boden?
Eine ausreichend hohe Temperatur zwischen 180 und 200 Grad Ober-/Unterhitze sorgt dafür, dass Flüssigkeit verdampft, statt nur zu köcheln. Zu niedrige Temperatur lässt die Masse eher sieden, wodurch mehr Wasser in der Form bleibt.
Wie lange sollte die Lasagne vor dem Anschneiden ruhen?
Eine Ruhezeit von mindestens 10 bis 20 Minuten außerhalb des Ofens gibt Stärke, Eiweiß und Käse die Chance, die Flüssigkeit zu binden. In dieser Phase stabilisieren sich die Schichten, und beim Anschneiden läuft weniger Flüssigkeit heraus.
Hilft es, die Lasagne aufzuwärmen, wenn sie beim ersten Mal sehr nass war?
Beim erneuten Erhitzen im Ofen ohne Abdeckung kann ein Teil der überschüssigen Flüssigkeit noch verdampfen, besonders wenn du etwas länger backst. Wunder solltest du allerdings nicht erwarten, denn die Struktur ist bereits angelegt.
Kann ich die Flüssigkeitsmenge einfach durch mehr Käse ausgleichen?
Käse liefert Bindung nur begrenzt, da Fett Wasser nicht aufnimmt, sondern eher zusätzliche Masse und Fettigkeit bringt. Entscheidend ist die Kontrolle der Flüssigkeitsquellen in Saucen und Füllungen sowie eine ausreichende Gar- und Ruhezeit.
Wie merke ich vor dem Backen, ob die Lasagne zu nass werden könnte?
Ein guter Hinweis ist der Blick in die Schüssel mit Saucen und Füllungen: Wenn sich dort bereits freie Flüssigkeit absetzt, ist das ein Warnsignal. Dicker gerührte Béchamel, stärker eingekochte Tomatensauce und gut abgetropftes Gemüse beugen diesem Problem vor.
Fazit
Eine stabile, saftige Lasagne entsteht durch den bewussten Umgang mit jeder einzelnen Flüssigkeitsquelle. Eingekochte Saucen, gut vorbereitete Füllungen, passende Nudelplatten, die richtige Backeinstellung und eine ausreichende Ruhezeit greifen dafür ineinander. Wenn diese Punkte zusammenspielen, bleibt die Lasagne schnittfest, aromatisch und frei von ungewollten Wasserlachen in der Form.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Ursachen für eine wässrige Lasagne im Überblick Eine geschichtete Ofenpfanne wie Lasagne enthält von Natur aus viel Flüssigkeit: in der Sauce, im Gemüse, im Fleisch und in den Nudelplatten.
Mai 2026 19:29 Lasagne wird häufig weich, matschig oder bildet eine Brühe am Boden der Form, weil zu viel freie Flüssigkeit im Spiel ist, die im Ofen nicht verdampfen oder gebunden werden kann.